Unser Rat zu: Alzheimer

Shownotes

170.000 Menschen leben in Österreich mit einer Form von Demenz. 60-70 Prozent davon mit Alzheimer-Demenz. Welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten ist in diesem Bereich gibt, das haben Dr. Katharina Millesi, Fachärztin für Neurologie, und Univ.-Prof. Dr. Georg Endler, Facharzt für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, in der ersten Episode der Doppelfolge ausführlich beleuchtet. Praktische Ratschläge geben die beiden Expert:innen im Gespräch mit Gastgeberin Erika Sander in der zweiten Episode.

Der erste Teil dieser Doppel-Folge ist nachzuhören unter diesem https://hoerenswert.podigee.io/66-alzheimer-1 Weiterführende Informationen sind zu finden auf den Websites der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft https://alzheimer-gesellschaft.at/ der Selbsthilfegruppe Alzheimer Austria https://www.alzheimer-selbsthilfe.at/ von Promenz https://www.promenz.at/ und auf der Seite von labors.at https://www.labors.at/gesundheitsplus/alzheimer-demenz/

Mehr über den Mini-Mental-Status-Test (MMST) unter https://www.netdoktor.at/krankheiten/demenz/mmst/

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten wollen, schreiben Sie an gesellschaft@oeggk.at. Mehr Informationen und alle Podcast-Folgen unter oeggk.at/podcast. facebook.com/oeggk Produktion: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com Konzept und Grafik: accelent communications/www.accelent.at

Transkript anzeigen

00:00:04: Hören's Wert!

00:00:08: Der Podcast der österreichischen

00:00:10: Gesellschaft

00:00:11: von Goldenen Kreuze.

00:00:18: Herzlich willkommen zu unserer zweiten Folge zum Thema Alzheimer, unsere Tippsepisode.

00:00:23: Ja, hundertsiebzig tausend Menschen leben in Österreich mit einer Form von Demenz – sechzig bis siebzig Prozent davon mit Alzheimer-Demenz.

00:00:32: Wenn Sie mehr über diese Krankheit wissen wollen und über Therapien und Diagnostik dann hören Sie sich doch unsere erste Episode an sollten Sie diese verpasst

00:00:40: haben.

00:00:41: Den Link dazu finden Sie in unseren Shownoten.

00:00:44: Heute möchte ich mit Dr.

00:00:46: Melesi und Dr.

00:00:47: Endler aber vor allem über präventive Dinge sprechen, was kann man denn präuentiv alles tun?

00:00:54: Und ja!

00:00:55: Was gibt uns Hoffnung?

00:00:57: Lieber Frau Dr.Melesi zur Prävention, was können wir denn wirklich in der Alzheimer-Prävention, die Menzprävention

00:01:04: tun?".

00:01:05: Ich glaube so eine wichtige Information ist einfach dass am Alltagsleben teilnimmt, dass man dabei ist und aktiv ist.

00:01:14: Dass man sozial Kontakte pflegt, sich regelmäßig bewegt und gut schläft, gesund ist aber einfach teilnimmend dabei sein.

00:01:24: Das glaube ich ist wichtig.

00:01:26: Also tatsächlich diese soziale Komponente weil man hat ja oft auch das Problem wenn ich mir jetzt so überlege im familiären Umfeld oder im Freundeskreis diese Menschen, die ein bisschen länger brauchen auch um Dinge mitzukommen an einem Gespräch teilzuhaben.

00:01:43: Dass man die dann oft ungewollt aber außen vorlässt das heißt wirklich dein Auge darauf haben

00:01:49: genau und da ist zum Beispiel auch ein ganz wichtiger Punkt dass auch das Hörengut funktioniert.

00:01:54: also es gibt ja eine diese vierzehn modifizierbaren Risikofaktoren für die Demenz und da is unter anderem drinnen dass man eben dass das hören wichtiges hörgeräte.

00:02:03: das ist ein ganz großes Thema sag ich auch immer dazu, sobald man schlecht hört ist man dann in Gesellschaften immer dabei.

00:02:10: Also ist man im Restaurant wo es halt also die Gespräche am Tisch einfach sich verlaufen und man hört das nicht mehr so gut, dann sitzt man nur noch daneben und dann kriegt man nichts mit, dann verliebt man vielleicht auch die Lust an sowas teilzunehmen.

00:02:22: Und diese modifizierbaren Risikofaktoren wurden ja dann auch erweitert um zwei weitere vor zwei drei Jahren und da war auch der Sehen mit dabei zum Beispiel also einfach auch Brille schauen dass man So gut wie möglich eben Probleme, wenn beim sehen Sinn doch angeht.

00:02:37: Auch das ist ein wichtiger Faktor.

00:02:39: Jetzt haben wir ja die Früherkennung ins Zentrum gestellt auch damit man Tipps mitnehmen kann.

00:02:46: was sind denn so wirklich diese kritischen Aspekte oder Punkte die ich feststellen könnte bei älteren Menschen?

00:02:53: Oder auch bei jüngeren?

00:02:54: Wir haben in unserer ersten Episode darüber gesprochen dass es gar nicht so sehr das Alter ist per se Ja, als Früherkennung von einem Angehörigen.

00:03:03: Wo ich mir denke Puh!

00:03:04: Das ist jetzt nicht mehr Vergesslichkeit sondern das könnte doch Alzheimer-Dement sein.

00:03:09: Oft macht sich das in Gesprächen bemerkbar also zum Beispiel dass man Dinge wiederholt immer gefragt wird die die gleichen sind, dass das vergessen wird.

00:03:17: Also man erzählt was Ich habe das und das erlebt und es wäre doch irgendwas sehr aufregendes oder was man kannte.

00:03:25: kurze Zeit später oder am nächsten Tag wird danach gefragt.

00:03:28: Oder es ist dann einfach auch nicht mehr abrufbar für den Betroffenen?

00:03:32: Da sollte man schon wirklich sich überlegen, sprich mir das mal an, nimmt man da ein bisschen mehr Aufmerksamkeit mit in die nächsten Gespräche oder in die Treffen?

00:03:41: wie ist das Verhalten?

00:03:42: werden viel Hilfsfloskeln verwendet, wird das Gespräch?

00:03:45: hat das eine Tiefe also dieses Alltags?

00:03:48: Mir geht's gut danke Wetter passt Ja, aber kann man in die Tiefe noch ein Gespräch führen?

00:03:53: und kann da was abgerufen werden?

00:03:55: Kann Rezente eignissen können die abgerufen werden oder ist es nur das Alte.

00:03:59: Also die Erinnerung aus der Kindheit aus früher... Das ist glaube ich schon ganz wichtig dass man einfach mal hinhört, hinschaut und wenn man das Gefühl hat zum Arzt gehen!

00:04:09: und vielleicht motivierend zum Arzt zu gehen.

00:04:11: Ich wollte grad sagen, weil oft ist es ja gar nicht so, dass man selber isst es nicht aber das sind dann oft ja Angehörige manchmal danach schwierig dieses Thema dann wirklich am Punkt zu bringen.

00:04:21: Aber das heißt da die medizinischen Rat schon suchen möglichst früh Ja!

00:04:26: Wann ist es sinnvoll Dr.

00:04:28: Endler einen Bluttest auf Biomarket machen?

00:04:31: Grundsätzlich sollte man zu allererst den Arzt oder die Ärztin aufsuchen die einen ganz einfachen Gedächtnest-Test macht.

00:04:38: Ich habe ihn auch gemacht, er ist gar nicht so einfach und der Mensch ist ja bekanntlich eine klinische Diagnose.

00:04:43: Das heißt man kann da dann schon Entwarnung geben wenn alles in Ordnung ist.

00:04:47: Ist es super?

00:04:48: Dann brauche ich keinen Bluttest!

00:04:50: Wenn der Test gibt... Es gibt vielleicht Beeinträchtigungen mit dem Gedächnis im Kurzzeitgedächtnis oder einer Rechenfähigkeit.

00:04:56: Meistens ist das kurzzeitgedechtnis.

00:05:00: sollte man der Ursache nachgehen und da gehört natürlich auch das Labor dazu genauso wie seine gründliche klinische Untersuchung, dass man alle anderen Ursachen ausschließt.

00:05:10: Und auch der Test auf Alzheimer-Demenz kann da helfen als eine der häufigsten Demenzursachen auszuschließen oder eben zu bestätigen.

00:05:19: Jetzt frage ich ganz plump also ich bin Ende vierzig, kann nicht das auch schon machen?

00:05:25: Können schon aber es bringt nichts!

00:05:27: Ab wann bringt's?

00:05:28: dann was?

00:05:29: Fahre ich die beide.

00:05:30: Eine

00:05:30: Gedechnis-Test kann man immer machen, das schadet überhaupt nicht glaube ich!

00:05:34: Das dauert zehn Minuten und man kann es auch zu zweit machen.

00:05:38: Ich glaube da haben wir einen in den Shownoten irgendwo ein Minimentel, der braucht noch jemand gegenüber, der ein bisschen sozusagen die Fragen stellt.

00:05:45: Es dauert sieben Minuten, da kann man sich auch gerne selbst testen.

00:05:48: Das kann man jederzeit machen und ist gar keine blöde Übung.

00:05:52: Einen Test auf die Biomarker macht... derzeit erst ziehen dann, wenn ich weiß okay ich habe eine Beeinträchtigung die ich behandeln kann.

00:06:01: Vielleicht erzählen wir in den fünf Jahren etwas ganz anderes, wenn es prophylaktische Therapien gibt.

00:06:07: aber derzeit haben wir noch keine medizinische Therapie wo man sozusagen den Alzheimer effektiv verhindern kann.

00:06:14: Dem kann nicht zustimmen.

00:06:15: also ich hab tatsächlich auch oft mal zu Patienten oder Patientinnen die zu mir in die Organisation kommen und sagen Mein Vater, mein Mutter hatten Demenz.

00:06:24: Ich möchte jetzt mit Händevierzig Anfang Fünfzig wissen habe ich ein Risiko dafür?

00:06:29: und wenn keine klinische Beeinträchtigung besteht mache ich zum Beispiel diesen Biomarkatest nicht.

00:06:35: also der rate ich ab und ich würde auch kein Überweisung schreiben fürs Labor dass er das machen kann weil das Ergebnis dann sehr schwer zu interpretieren ist.

00:06:44: gut das heißt aber wir können zusammenfassen präventiv kann man auf jeden Fall gesund sich ernähren viel Bewegung machen, gut schlafen.

00:06:53: Das ist immer ganz wichtig.

00:06:54: und ja dann ist man schon präventiv wahrscheinlich ganz gut dabei einmal.

00:06:59: Ja zwei heiße Tipps.

00:07:01: es gibt zwei fantastische Formen von von Training gegen Alzheimer also entweder tanzen oder muss man auch sozial interagieren das machen Männern nicht so gerne oder spazieren gehen da sollte man nicht unterschätzen dass gar relativ viele girene Aktivität die man braucht wenn länger spazieren geht und auch relativ viele Eindrücke.

00:07:21: Man sollte natürlich ab und zu zum HNO-Arzt gehen und einen Hörtest machen, man merkt es selber nicht wenn man schwerhörig wird und genauso gehört die jährliche Kontrolle beim Augenarzt dazu um sozusagen da beeinträchtigen Info vorzubeugen.

00:07:39: auf Labor Seite gehören natürlich auch Risikofaktoren dazu die man behandeln kann.

00:07:44: Wenn jemand schwer zuckerkrank ist, dann ist die Gedächtnisleistung eingeschränkt Und die Gefäße werden damit auch nicht besser, genauso wenn massiver Hüter-Kolesterinspiegel behandelt gehört.

00:07:54: Auch das kann ich nur im Labor feststellen und mein Lieblingsthema, die Hyponatremie oder die Anämie gar nicht so selten in meinen zehn Prozent der über sechzigjährigen Hammernhyponatreme merkt man nicht.

00:08:07: aber die Gedechnisleistung ist eingeschränkt und man kann das sehr gut behandeln

00:08:11: Wenn ich da einhaken darf, eigentlich nicht nur die massive Cholesterinerhöhung sondern auch moderate Cholsterinerhöhrungen.

00:08:19: Da geht man immer mehr mit dem Sollwert nach unten in der Prävention oder in der Primärprävention.

00:08:25: also wenn ich noch gar keine Symptome habe oder wenn ich vielleicht mal eine Bildgebung gemacht hab und einen zwei Narben schon gesehen habt das denkt man jetzt schon inzwischen sehr strikt.

00:08:34: Also die jährliche gesunden Untersuchung beziehungsweise aber auch den Internist Kardiwaskuläre Risikofaktoren wie Zerebro-waskulaire Risikfaktoren, wie Neurologen sind das ja einfach.

00:08:43: Wir halten uns an die Kalilogen macht schon Sinn das zu machen und wenn man auch jetzt in der Familie eine gewisse Vorbelastung hat dass man dann auch vielleicht frühzeitig sich einfach eine Neurologe sucht und da auch Prävention damit macht ist man sicher auch ganz gut beraten.

00:08:59: Ich glaube, das sind ganz ermutigende Worte eigentlich weil es gibt Lösungen und es gibt viele in der Prävention was man tun kann dass man mitnehmen kann.

00:09:08: Und ja da möchte ich mich herzlich bedanken bei Ihnen beiden als Gesprächspartner!

00:09:13: Und lieber Hörerinnen wenn Sie noch mehr Informationen zu dem Thema suchen dann können sie sicherlich einiges finden auf der österreichischen Alzheimer-Gesellschaftswebseite zum Bluttest gibt es außerdem Infos auf der Webseite von LaborsAT Und alle anderen Links haben wir Ihnen in die Show-Notes gestellt.

00:09:31: Ich freue mich, wenn Sie bei der nächsten Episode von Hörnswert wieder dabei sind und wünsche Ihnen bis dahin viel Gesundheit!

00:09:39: Das war Hörnswert – der Podcast der österreichischen Gesellschaft vom goldenen Kreuzer.

00:09:44: Mein Name ist Erika Sander.

00:09:47: Die ganze Folge zum Nachhören & Weiterleiten finden sie auf der Homepage unter www.oeggk.at und überall wo es Podcasts gibt.

00:09:59: Wir freuen uns auf Kommentare und Likes, um wenn Sie keine weitere Folge verpassen möchten dann abonnieren sie einfach Hörnswert!

00:10:07: Ich freue mich auf das nächste Mal und wünsche Ihnen bis dahin alles Gute und viel Gesundheit.

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